Eizellen:
Schlummernde Reserve
18.05.2012
In den Eierstöcken befinden sich Stammzellen, aus denen neue Eizellen heranreifen können
Jede Frau verfügt von Geburt an über eine festgelegte Anzahl von Eizellen – dachte man bisher. Doch in den Eierstöcken schlummern Stammzellen, aus denen neue Eizellen und befruchtungsfähige Eibläschen hervorgehen können, berichten Forscher im Fachmagazin Nature Medicine. Möglicherweise eignen sich die Stammzellen für künstliche Befruchtungen.
18.05.2012, Bildnachweis: W&B/Health Head Images


Hefe:
Heute back ich, morgen brau ich …
16.05.2012
Beim Herstellen von Brot und Bier sind die Pilze nicht zu ersetzen. Zudem können sie Durchfallerkrankungen lindern
Kaum ein Bäcker kommt ohne Hefe aus. Bierbrauer benötigen sie als Ausgangsstoff neben Hopfen, Malz und Wasser, Winzer für die Weinherstellung. Sogar bei der Produktion von Biokraftstoff ist Hefe behilflich. Ohne zu wissen, worum es sich bei dem Treib- und Gärmittel handelt, haben vermutlich schon alte Völker wie die Ägypter Hefe zum Backen, Brauen und Keltern benutzt. Das Geheimnis um ihr wahres Wesen lüftet ein Blick durch das Mikroskop. Dann werden winzige Lebewesen sichtbar, kaum größer als Bakterien. Der Chemiker Justus Liebig beschrieb sie im 19. Jahrhundert als „kleine Tierchen mit Saugrüssel“. Heute zählen Biologen die Mikroorganismen zu den niederen Pilzen.
Von den Winzlingen gibt es zahlreiche Stämme mit unterschiedlichen Eigenschaften. Einige können Hautpilz verursachen, andere verderben Lebensmittel. Hefepilze sind in der Natur allgegenwärtig. Sie finden sich auf Pflanzen und Früchten, im Erdboden, Wasser und in der Luft. Ihre Sporen trägt der Wind überallhin. Die Kleinstlebewesen gedeihen auf unserer Haut und siedeln sich im Darm an.
Als besonders nützlich für die Lebensmittelherstellung erweisen sich die Zuckerhefen (Saccharomyces). In feuchter Wärme vermehren sie sich rasant, sobald sie ihren Energiestoffwechsel mit Kohlenhydraten versorgen können. Der Prozess heißt Gärung. Aufgeklärt hat ihn der französische Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur im Jahr 1857. Bei dem Vorgang entstehen hauptsächlich der Alkohol Ethanol, auf den es beim Wein wie beim Bier ankommt, und das Gas Kohlenstoffdioxid, das Brot- und Kuchenteig aufgehen lässt.
Unter den Saccharomyces-Arten gibt es Spezialisten. Nach der Zusammensetzung der Nährlösung, in der die Hefen gezüchtet werden, unterscheidet man Back-, Bier- und Weinhefe. Gesund sind sie alle: Hefen sind ernährungsphysiologisch wertvoll, weil sie einen überdurchschnittlich hohen Anteil an B-Vitaminen und viel Eiweiß enthalten. Außerdem weisen sie ein günstiges Kalium-Natrium-Verhältnis auf. Diese Inhaltsstoffe sind wichtig für die Funktion des Nervensystems, des Muskelgewebes und des Immunsystems. Für schöne Haare und feste Fingernägel sorgt der Gehalt an Folsäure, Pantothensäure und Biotin. In abgetöteter Form sind Hefen als Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke erhältlich. Patienten mit Gicht und auf Hefe oder Schimmelpilze allergisch reagierende Menschen sollten die Präparate meiden.
In Arzneimitteln kommt die Art Saccharomyces boulardii zum Einsatz. Sie dient der sanften Behandlung von Durchfallerkrankungen. Die Wirkungen sind laut Experten allerdings begrenzt. Möglicherweise klingen akute Durchfälle durch die Einnahme von Hefepräparaten einen Tag früher ab. Profitieren können Patienten von den Mitteln aber bei der Sanierung der Darmflora, zum Beispiel nach einer Therapie mit Antibiotika. Die Präparate unterstützen die Immunaktivität in der Schleimhaut und fördern die Tätigkeit von Verdauungsenzymen. Das alte Heilmittel hat auch eine hochmoderne Seite: Die Pharmaindustrie setzt genveränderte Hefepilze zur Herstellung von Arzneistoffen ein.
16.05.2012, Bildnachweis: Shotshop/Markus Mainka


Prostata-OP:
Richtig vorbereiten
14.05.2012
Wer an der Vorsteherdrüse operiert werden muss, sollte schon vorher mit Beckenbodentraining beginnen
Bereits vor einer Prostata-Operation sollten Patienten mit einem gezieltem Schließmuskel- und Beckenbodentraining beginnen und nach dem Eingriff so schnell wie möglich damit fortfahren. Dazu raten Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln, nachdem sie Studien mit insgesamt 2500 Teilnehmern analysiert haben. Die Übungen verbessern die Lebensqualität und das allgemeine Wohlbefinden und können Nebenwirkungen der Tumortherapie wie das Erschöpfungssyndrom positiv beeinflussen. Auch Risiko und Dauer einer Inkontinenz lassen sich damit senken.
14.05.2012, Bildnachweis: Thinkstock/Digital Vision

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Ernährung:
Frittieren immer ungesund?
17.05.2012
Forscher behaupten, Frittiertes sei nicht automatisch schlecht für Herz und Kreislauf – vorausgesetzt, das richtige Fett komme zum Einsatz
In Fett schwimmend ausgebackene Nahrungsmittel sind nicht schädlich für das Herz – zumindest wenn wie in Spanien Oliven- oder Sonnenblumenöl dafür verwendet wird. Zu diesem Schluss kommt eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie, die auf Auswertungen der spanischen Teilnehmer an der sogenannten EPIC-Studie beruht. An der Untersuchung beteiligten sich 40 757 Erwachsene. Nach elf Jahren waren 1135 von ihnen gestorben und 606 an koronarer Herzkrankheit (KHK) erkrankt. Die Analyse der Daten zeigte, dass das Sterbe- und KHK-Risiko bei den Teilnehmern, die am meisten Frittiertes verzehrten, nicht erhöht war.
17.05.2012, Bildnachweis: Stockbyte/RYF


Ernährung:
Schwarzer Tee gut für Blutdruck
15.05.2012
Das aromatische Getränk kann sich günstig auf den Blutdruck auswirken, sagen Wissenschaftler
Wer regelmäßig schwarzen Tee trinkt, beeinflusst den Blutdruck positiv. Das zeigt eine Studie der Universität von West-Australien in Perth, an der 95 Probanden mit normalen Blutdruckwerten teilnahmen. Ein halbes Jahr lang trank die Hälfte von ihnen drei Tassen schwarzen Tee pro Tag, die andere ein Placebo-Getränk. Die Messungen nach der Testphase ergaben, dass der systolische Blutdruck der Teetrinker im Durchschnitt 2 mmHg niedriger war als zu Beginn der Untersuchung.
Der diastolische sank um 2,1 mmHg. Die Werte in der Placebo-Gruppe stiegen um 1 mmHg (systolisch) beziehungsweise 0,5 mmHg (diastolisch). Die Autoren sind überzeugt, dass bereits eine geringfügige, durch Umstellung der Ernährungsgewohnheiten erreichte Blutdrucksenkung der Verbreitung von Bluthochdruck in der Bevölkerung entgegenwirken würde.
15.05.2012, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Geflügel:
Gefährliche Keime im Putenfleisch
12.05.2012
Antibiotikaresistente Durchfallerreger kommen auch in Puten vor, haben die Behörden festgestellt
Auch bei Puten hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) antibiotikaresistente Keime festgestellt. Die Erreger stammen aus der Tierhaltung. Sie werden beim Schlachten und Weiterverarbeiten auf das Fleisch übertragen. Die Keime können beim Menschen Durchfall auslösen und sprechen nicht mehr auf Antibiotika an. Deshalb beim Umgang mit rohem Geflügelfleisch streng auf die Hygiene achten: gründliches Händewaschen, Reinigung von Messer und Schneidebrett, kein Kontakt mit anderen Lebensmitteln.
12.05.2012, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock Image

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